Liebe Mitstreiter_innen,
wie viele von euch schon wissen, ist von der fReieN biLdunG als Auftaktwoche für den bevorstehenden bundesweiten Bildungsstreik im Juni (infos siehe www.bildungsstreik2009.de) schon jetzt im April eine Veranstaltungsreihe geplant:
* 21.4. Dokumentarfilm zu den Studierendenprotesten in Hessen, 19 Uhr Hörsaal 17
* 22.4. Infoveranstaltung mit Thorsten Bultmann, 20 Uhr Hörsaal 8
* 23.4. Rektoratsübergabe, 12:30-14:30 Aula
* 29.4. Offenes Treffen im Carl-Schurz-Raumn (bei der Nassemensa, Nähe Juridicum), 19 Uhr
solidarisch grüßt
eure fReiE biLduNg (….und irgendwann wird „biLdunG“ dann GROSS geschrieben…..)
EINE UNVERHÄLTNISMÄSSIGE REAKTION VON REKTORAT UND POLIZEI:
Als Antwort auf eine Protestaktion am Aschermittwoch 2008, bei der Bonner Studierende und Lehrende das erste Zusammenkommen des Hochschulrates verhindern konnten, hatte die Universitätsleitung mehr als 20 Anzeigen erstattet. Den eigenen Studierenden warf das Rektorat schweren Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung bis hin zu Körperverletzung vor. Die Bonner Polizei hat daraufhin wahllose Ermittlungsarbeiten eingeleitet, sammelte Informationen und überwacht „auffällige“ Studierende mit polizeistaatlichen Methoden. Der Grossteil der Anzeigen musste mangels Beweisen nach knapp einem Jahr Ermittlung und Überwachung fallengelassen werden – doch all die ausspionierten Daten bleiben gespeichert. Zusätzlich werden aktuell gegen eine handvoll Studierende Bußgeldforderungen in Höhe von insgesamt etwa 1200 € erhoben.
ENTDEMOKRATISIERUNG UM JEDEN PREIS:
Das Verhalten von Rektorat und Polizei stellt unter Beweis, dass kritische Stimmen hierzulande nicht nur unerwünscht sind, sondern auch mit allen Mittel unterdrückt werden. In Anbetracht der Lächerlichkeit der vorgeworfenen Tatbestände können diese übertriebenen Maßnahmen nur als Abschreckungsmaßnahme gegenüber uns Studierenden allgemein gewertet werden. Einzelne sollen als schwarze Schafe abgestraft werden um weiteren Protesten die moralische Basis zu entziehen und somit einen reibungsfreien Fortschritt der Entdemokratisierung an der Uni Bonn zu gewährleisten.
OHNE RÜCKSICHT AUF VERLUSTE:
Die Universitätsleitung nimmt mit ihren übertriebenen Anschuldigungen in Kauf, dass den Angeklagten Bußgelder und Prozesskosten aufgehalst werden, die bei weitem das Budget eines Durchschnittsstudenten überschreiten. Aber nicht nur das, sie hat auch – zumindest indirekt – die Überwachung und Bespitzelung von politisch engagierten Studenten seitens der Polizei zu verantworten.
SOLIDARITÄT IST EINE WAFFE(L):
Uns ist es wichtig zu zeigen, dass die Studierenden, die nun zu Bußgeldzahlungen gezwungen werden, nicht alleine dastehen. Um dies auszudrücken gab es im Januar dieses Jahres bereits einen Waffelstand am Hauptgebäude, dessen Erlös direkt an die Betroffenen ging. So konnten bereits etwa 500 € Spenden übergeben werden. Doch weiterhin fehlt Geld, um die Bußgeldforderungen sowie die angefallenen Anwaltskosten zu finanzieren – deshalb sammeln wir auch weiterhin Spenden. Wir wehren uns gemeinsam dagegen, dass an unserer Universität politisch aktive Studierende kriminalisiert werden und damit ihre private und berufliche Laufbahn aufs Spiel gesetzt wird.
Gemeinsam fordern wir:
Einstellung aller polizeilichen Ermittlungsarbeiten gegen Studierende!
Eine demokratische Hochschule, weg mit dem Hochschulrat!
Abschaffung der Studiengebühren!
Das hier ist die Seite der freien Bildung in Bonn, einer Gruppe von Studenten die sich gegen das schlechte Bildungsystem einsetzt.
Hier wird es in kürze viel Infomaterial geben und es werden immer wieder neue, interessante Veranstaltungen beworben welche von der freien Bildung organisiert worden sind oder ihr Themengebiet schneiden.